{"id":2757,"date":"2021-11-24T14:20:50","date_gmt":"2021-11-24T14:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/symposium.org\/?p=2757"},"modified":"2021-12-02T11:09:12","modified_gmt":"2021-12-02T11:09:12","slug":"neue-studie-voices-of-the-leaders-of-tomorrow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/symposium.org\/neue-studie-voices-of-the-leaders-of-tomorrow\/","title":{"rendered":"Neue Studie: \u00abVoices of the Leaders of Tomorrow\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\" data-block-type=\"core\">Was bedeutet Freiheit in einer digitalen Welt f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger von morgen?<\/h5>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>N\u00fcrnberg\/St. Gallen, 13. Mai 2020 \u2013 In Zukunft werden Entscheidungen immer h\u00e4ufiger im Spannungsfeld zwischen eigenem Willen, k\u00fcnstlicher Intelligenz und wirtschaftlichen Interessen getroffen. Sehen die Entscheidungstr\u00e4ger von morgen durch technologische Entwicklungen Einschr\u00e4nkungen ihrer Informations- und Entscheidungsfreiheit oder gar eine Bevormundung? Und wie beurteilen sie hierbei die Rolle von k\u00fcnstlicher Intelligenz? Haben \u00e4ltere Generationen bei ihren Entscheidungen zu kurzfristig gedacht und auf Kosten der j\u00fcngeren gelebt? Bereits zum siebten Mal f\u00fchrte das N\u00fcrnberg Institut f\u00fcr Marktentscheidungen die Studie \u00abVoices of the Leaders of Tomorrow\u00bb in Kooperation mit dem St. Gallen Symposium durch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Der Fokus der diesj\u00e4hrigen Studie lag auf dem Thema \u00abHuman Freedom and Choice in the Light of Technological Change\u00bb \u2013 menschliche Freiheiten und Entscheidungen unter Ber\u00fccksichtigung des technologischen Wandels. Befragt wurden knapp 900 junge Top-Talente aus dem Netzwerk des St. Gallen Symposiums.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Individuelle Freiheit braucht dort klare Grenzen, wo sie der Gesellschaft schadet.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Das ist die klare Meinung der jungen Top-Talente, darunter F\u00fchrungsnachwuchs aus Unternehmen, junge Unternehmerinnen und Unternehmer und top qualifizierte Studierende, in der aktuellen Voices of the Leaders of Tomorrow Studie. Die jungen Nachwuchsf\u00fchrungskr\u00e4fte fordern verantwortungsbewusstes Denken und \u00fcben deutliche Kritik an \u00e4lteren Generationen: Sie kritisieren einen Freiheitsmissbrauch, der klar zu Lasten j\u00fcngerer Generationen geht. Sie beklagen insbesondere kurzfristiges Denken, Ausbeutung der Umwelt und einen zu starken Fokus auf Wirtschaftswachstum und den eigenen Wohlstand. Einer egozentrischen Interpretation von individueller Freiheit erteilen sie eine klare Absage.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Auch im Internet erwartet der junge F\u00fchrungsnachwuchs mehr von Unternehmen. Viele halten es f\u00fcr angebracht, soziale Medien zu verpflichten, Fake News und Hassbotschaften zu zensieren und die Plattformen f\u00fcr Inhalte zur Verantwortung zu ziehen. Opt-In bei der Nutzung von pers\u00f6nlichen Daten sollte der Standard sein, sodass die Anwender die Hoheit \u00fcber ihre Daten behalten.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Klare Kritik an neuen Technologien, die unsere Entscheidungsfreiheit einschr\u00e4nken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">In neuen Technologien sehen die jungen Top-Talente viele Vorteile, aber auch klare Schattenseiten. Fast zwei Drittel (65 Prozent) beklagen, dass ihr Smartphone ihre Konzentrationsf\u00e4higkeit untergr\u00e4bt und \u00e4hnlich viele (62 Prozent) finden, dass ihr Smartphone ihnen zu viel ihrer eigenen Zeit raubt. Ebenfalls etwa zwei Drittel f\u00fchlen sich durch Algorithmen, die Online-Inhalte filtern, in ihrer Informations- und Entscheidungsfreiheit eingeschr\u00e4nkt. Die Nutzung ausgekl\u00fcgelter technischer Voreinstellungen zur Beeinflussung einer individuellen Entscheidung \u2013 sogenanntes \u00abNudging\u00bb oder auch \u00abChoice Architecture\u00bb \u2013&nbsp; betrachten sogar drei Viertel der Leaders of Tomorrow als \u00abunfairen\u00bb bis \u00abnicht tolerierbaren\u00bb Eingriff in ihre eigene Entscheidungsfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Die Delegation von Entscheidungen an k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) h\u00e4ngt stark von der Art der Aufgabe ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Dies bedeutet aber nicht, dass die Nachwuchskr\u00e4fte die Nutzung k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) in Entscheidungsprozessen grunds\u00e4tzlich ablehnen. Vielmehr erwarten sie bei verschiedenen Aufgaben in Unternehmen bessere Entscheidungen durch eine Einbindung von KI in Entscheidungsprozesse. Rund die H\u00e4lfte der Befragten h\u00e4lt den Einsatz von KI sogar bei sensiblen Themen wie Personalentscheidungen f\u00fcr sinnvoll und drei Viertel sehen durch den Einsatz von KI klare Vorteile in der Produktentwicklung. Die meisten wollen aber, dass der Mensch trotzdem das letzte Wort bei der Entscheidung hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\" data-block-type=\"core\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"669\" height=\"377\" src=\"https:\/\/symposium.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/NIM-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2760\" srcset=\"https:\/\/symposium.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/NIM-1.png 669w, https:\/\/symposium.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/NIM-1-300x169.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 669px) 100vw, 669px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">\u00abDen Leaders of Tomorrow ist es bei aller Offenheit f\u00fcr neue Technologien ein sehr wichtiges Anliegen, die menschliche Entscheidungsfreiheit gegen den wachsenden Einfluss von k\u00fcnstlicher Intelligenz und kommerziellen Interessen zu verteidigen\u00bb, kommentiert Dr. Andreas Neus, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des N\u00fcrnberg Institut f\u00fcr Marktentscheidungen, eines der zentralen Studienergebnisse. \u00abDie Frage, wie wir als Menschen in einer zunehmend von KI mitgestalteten Welt eine sinnvolle Kontrolle \u00fcber unsere Entscheidungen behalten, ist bisher nicht wirklich gekl\u00e4rt. Als Gesellschaft m\u00fcssen wir sie aber dringend l\u00f6sen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Zur Studie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">An der Studie \u00abLeaders of Tomorrow 2020\u00bb nahmen im Februar 2020 insgesamt 898 junge F\u00fchrungskr\u00e4fte, junge Start-up-Gr\u00fcnderinnen und -Gr\u00fcnder und Studierende aus mehr als 90 L\u00e4ndern teil. Die Teilnehmenden der Studie rekrutieren sich aus dem weltumspannenden Netzwerk des St. Gallen Symposiums (Top-Talente sind nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung). Der Studienbericht ist als Download auf der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nim.org\/forschung\/studien\/voices-leaders-tomorrow\/2020\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Website des N\u00fcrnberg Instituts f\u00fcr Marktentscheidungen<\/a>\u00a0verf\u00fcgbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was bedeutet Freiheit in einer digitalen Welt f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger von morgen? N\u00fcrnberg\/St. Gallen, 13. Mai 2020 \u2013 In Zukunft werden Entscheidungen immer h\u00e4ufiger im Spannungsfeld zwischen eigenem Willen, k\u00fcnstlicher Intelligenz und wirtschaftlichen Interessen getroffen. Sehen die Entscheidungstr\u00e4ger von morgen durch technologische Entwicklungen Einschr\u00e4nkungen ihrer Informations- und Entscheidungsfreiheit oder gar eine Bevormundung? 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